REICO Partner Logo
REICO Partner Logo

BESTELL-HOTLINE FÜR NEUKUNDEN & KOSTENLOSE FUTTERBERATUNG

 +49 (0)160 - 9705 9085

So bringst du deinem Hund „Sitz!“ und „Platz!“ bei!

Aller Anfang ist schwer

Am Anfang einer jeden Erziehung stehen wichtige Grundkommandos, die der Hund nach Möglichkeit beherrschen sollte. Zu den wohl wichtigsten gehört das „Sitz“ und „Platz“-Kommando. Viele Hundehalter sind trotz Hundeschule und Tipps von Bekannten häufig damit überfordert, dem eigenen Hund diese vermutlich einfachen Kommandos beizubringen.

Dabei kann ein Sitz-Training so einfach sein. Folgend ein paar Beispiele, wie du deinem Hund die Kommandos ganz beibringen kannst! 

„Sitz!“ richtig trainieren 

Nimm ein Leckerlie in die Hand und stelle dich vor deinen stehenden Hund. Dein Hund wird dich bzw. viel mehr das Leckerlie anschauen. Voraussetzung für diese Übung ist natürlich, dass dich dein Hund nicht anspringt, sondern ruhig vor dir stehen bleibt. Ist dies der Fall, führst du nun das Leckerlie langsam mit etwas Abstand über seinen Kopf hinweg in Richtung Schwanzwurzel. Da diese Haltung unbequem ist, wird sich dein Hund automatisch hinsetzen. Just in diesem Moment gibst du das Kommando „Sitz“ und belohnst deinen Hund mit dem Leckerlie.

 

Wichtig: Die Belohnung darf nicht später als 1-2 Sekunden nach dem erfolgten Sitz kommen. Andernfalls kann dein Hund nur schwer oder keine Verknüpfung mit der Belohnung und dem gezeigten Verhalten aufbauen. Sollte sich dein Hund aus der Sitzposition erheben, wird er wieder in den Sitz gebracht und erst belohnt, wenn er wirklich sitzt. Fehler die hier häufig gemacht werden, sind Timing-Fehler. Gibst du deinem Hund die Belohnung zu spät oder steht er gerade auf, verstärkst bzw. belohnst du ein nicht gewolltes Verhalten. Timing ist beim Hundetraining fast alles. 

Diese Übung solltest du mehrmals wiederholen, damit das Kommando gefestigt wird. Wichtig ist auch, dass du ein Trainingsort wählst, an dem keine oder wenig Ablenkung für den Hund herrscht. Im Laufe des Trainings können und sollten die Umgebungen und die damit wachsenden Ablenkung stets gesteigert werden.

Pass jedoch auf, dass du den Schwierigkeitsgrad nicht zu hoch setzt. Ist dies der Fall, senke den Ablenkungsgrad und beende das Training immer mit einer erfolgreichen Übung für den Hund. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass du die Situation am Ende einer jeden Übung mit einem Auflösekommando (z.B. „Ok!“) oder ähnlichem Kommando auflöst. Somit weiß dein Hund stets, dass er aus der Situation „befreit“ und die Übung beendet ist. 

„Platz!“ richtig trainieren 

Um ein „Platz!“ zu trainieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Deshalb nennen wir hier die wohl bekanntesten Herangehensweisen. Zum einen wäre da folgende Möglichkeit. 

Nimm ein Leckerlie in die Hand und lass es deinen Hund wissen. Hast du die Aufmerksamkeit, hockst du dich hin und legst die Hand mit dem Leckerli als Faust auf den Boden vor deinen Hund. Er darf natürlich nicht an das Leckerli kommen. Nach kurzer Zeit wird sich dein Hund von alleine in die Platz-Stellung bewegen, da er so besser an deiner Hand schnüffeln kann. In dem Moment, wo sich dein in die Platzstellung begibt, gibst du das Kommando und belohnst deinen Hund – du öffnest also deine Hand und gibst ihm das Leckerlie. Achte darauf, dass sich dein Hund auch wirklich im Platz befindet. Abschließend löst du die Übung – wie immer – mit einem „Ok!“ oder ähnlichem auf. 

Eine andere  Möglichkeit das „Platz!“ beizubringen funktioniert ähnlich. Auch hier hältst du ein Leckerlie in deiner Hand und kniest dich zuerst auf den Boden. Nun stellst du ein Bein nach vorne, sodass eine kleine Brücke entsteht wo dein Hund durchkriechen kann. Du solltest deine Hund nun mittels des Leckerlies durch diesen „Bein-Tunnel“ durchlocken. In der Regel ist dem Hund der Tunnel zu eng, weshalb er sich in die Platzposition bewegt, um sich zum Leckerlie durchzuschlängeln. Auch hier erfolgt dann natürlich das Platz-Kommando und die Hand öffnet sich als Belohnung. Solltest du einen sehr kleinen Hund haben, so macht die Übung natürlich wenig Sinn. Unter Umständen kannst du dein Bein nach vorne ausstrecken, um den Tunnel enger zu machen. Das setzt natürlich voraus, dass du gelenkig bist. 😉 

Aber es muss nicht immer akrobatisch getrickst werden. Du kannst deiner Fellnase auch ganz einfach das „Platz!“ beibringen, indem du die Alltagssituationen nutzt, in denen er sich von alleine in die gewünschte Position bringt. Sei es nach einem langen Spaziergang oder einer Spieleinheit, von der er sich erst mal erholen muss. So kannst du deinen Hund, ohne ihn großartig zu manipulieren, Kommandos beibringen. 

Die Schwierigkeit des Platz-Kommandos ist in der Regel nicht das Kommando an sich, sondern die Dauer wie lange dein Hund liegen bleibt. Dies muss über diverse Trainingseinheiten geübt werden. Und wie immer im Hundetraining gilt: Sei nicht schneller als dein Hund lernen kann und bleib am Ball! 

Mit Konsequenz, Ausdauer und Geduld kommst auch du ganz sicher an dein gewünschtes Ziel! 🙂